5 Februar 2024

Hinweis: Das Fenster für die Beantragung der rückwirkenden Forschungszulage schließt sich bald.

Die Frist für die rückwirkende Beantragung der Forschungszulage für 2020 nähert sich ihrem Ende. Verpassen Sie nicht die letzte Gelegenheit, von dieser maßgeblichen Förderung zu profitieren und stärken Sie die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens.

Die Anträge können rückwirkend bis zu vier Jahre nach Ende des betreffenden Wirtschaftsjahres gestellt werden, basierend auf den Vorschriften der Abgabenordnung, die eine Verjährung von Folgebescheiden regeln. Das bedeutet, dass ein Unternehmen für ein bestimmtes Wirtschaftsjahr bis zu vier Jahre nach dessen Abschluss die Forschungszulage beantragen kann.

Unternehmen sollten sich bis Ende des ersten Quartals entscheiden, damit der Beantragungsprozess noch rechtszeitig eingeleitet werden kann und sie in den Genuss der Forschungszulage kommen können.

Im folgenden Artikel werfen wir einen detaillierten Blick auf das Forschungszulagengesetz, beleuchten die wesentlichen Veränderungen seit 2020, die förderfähigen Projekte, und den Antragsprozess.

Was ist das FZulG?

Mit dem Forschungszulagengesetz (FZulG) hat die deutsche Regierung ein kraftvolles Instrument geschaffen, um Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in Unternehmen finanziell zu unterstützen und die Innovationskraft zu stärken. Wenn Sie innovative Projekte seit dem 2. Januar 2020 durchgeführt haben, können Sie rückwirkend diese fördern lassen.

Wir unterstützen Sie gerne auch bei der Beantragung nach 2020, auch im Zusammenhang mit weiteren Fördermitteln.

Aktuelle Informationen und die Möglichkeit zur Antragstellung finden Sie auf unserer Expertise-Seite der Forschungszulage.

Rückblick und aktuelle Entwicklungen der FZul

Die Antragszahlen zeigen, dass der Maschinen- und Anlagenbau besonders von der Forschungszulage profitiert hat. Die Förderung wurde genutzt, um die FuE-Ausgaben zu erhöhen und Deutschland als Innovationsstandort zu stärken.

Was kann gefördert werden?

Zu den förderfähigen Projekten und FuE-Vorhaben gehören:

  • Neuentwicklungen, Prototypen oder Pilotanlagen
  • Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten
  • Technologische Grundlagenforschung
  • Entwicklung neuer technischer Verfahren
  • Experimentelle Entwicklung
  • Auch fehlgeschlagene Forschung und Entwicklung

Was sind die drei Arten der Forschungszulage?

  1. Eigenbetriebliche FuE: Forschung und Entwicklung, die im eigenen Betrieb in Deutschland mit eigenem Personal durchgeführt wird.
  2. Auftragsforschung: Forschungstätigkeit wird an ein anderes Unternehmen bzw. eine Forschungseinrichtung ausgelagert.
  3. Forschungskooperation: Diese Kategorie umfasst FuE-Vorhaben, die in Zusammenarbeit zwischen mehreren Unternehmen oder zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen durchgeführt werden. Auch hier kann die Forschungsprämie beansprucht werden, allerdings müssen die spezifischen Bedingungen und Verteilungen der Förderung zwischen den Kooperationspartnern klar definiert sein.

Welche Art von Projekten kann gefördert werden?

  • FuE-Vorhaben von produzierenden Unternehmen
  • FuE-Vorhaben von Unternehmen, die neue Produkte entwickeln
  • Neue Entwicklungen im Bereich Maschinenbau, Elektronik, Automotive Biotechnologie, Sensorik usw.
  • Forschung zu neuen Lösungen in Künstlicher Intelligenz, Blockchain Robotik, Augmented Reality/Virtual Reality
  • Forschung zu neuen Technologien, Materialien und Verfahren für die Luft- und Raumfahrt, für Schiff,- Bahn- und Automobilindustrie
  • Forschung zu Zivilschutz-Technologien, zu Verhinderung von Cyberkriminalität und zu neuen Militärtechnologien
  • Forschung auf dem Gebiet neuer Landmaschinentechnik landwirtschaftlicher Verfahren, forstwirtschaftlicher Verarbeitung

Welche Software-Entwicklung ist Forschungstätigkeit?

Software-Entwicklungen können als Forschung und Entwicklung bewertet werden, wenn sie neuartige Lehrsätze oder Algorithmen entwickeln, hochinnovative neue Betriebssysteme, Programmiersprachen, Datenverwaltungssysteme, Kommunikationssoftware, Zugangstechniken und Werkzeuge zur Software-Entwicklung entwickeln, oder bahnbrechende neue Internet-Technologien erforschen.

Was wird nicht gefördert?

Nicht gefördert werden Vorhaben, die zwar innovativ bezogen auf den Markt sind, die aber kein technologisches Risiko beinhalten. Ebenso werden Vorhaben, bei denen Prototypen gebaut werden, die aber als Ingenieurleistung bewertet werden können, nicht gefördert. Software-Entwicklung wird nur in Ausnahmefällen als FuE angesehen.

Was ist bei der ersten Beantragung von FZul zu beachten?

Nur Projekte, die nach Inkrafttreten des Gesetzes – nach dem 01.01.2020 – begonnen wurden, können gefördert werden.

Wer profitiert besonders von der Forschungszulage?

Unternehmen, die Forschung und Entwicklung im eigenen Betrieb durchführen, profitieren besonders.

Dazu gehören:

  • Technologieorientierte Start-Ups
  • Unternehmen mit eigenen FuE-Abteilungen
  • Mittelständische innovative Unternehmen
  • Produzierende Unternehmen, die an eigenen Produkten experimentieren
  • Forschende Unternehmen, die neue Verfahren entwickeln und Prototypen bauen
  • Unternehmen, die einmalig oder immer wieder technisch risikoreiche Projekte durchführen

Wofür wird die Bescheinigung benötigt?

Die Bescheinigung ist die Grundlage für die Festsetzung der Forschungszulage durch das zuständige Finanzamt. Sie bestätigt verbindlich, dass es sich bei dem Vorhaben um ein förderfähiges Forschungs- oder Entwicklungsvorhaben handelt. Sie gilt für Laufzeit des F&E-Vorhabens und ist nicht an das Geschäftsjahr gebunden.

Wie kann die FI Group mir helfen?

Bei der FI Group verstehen wir, dass jeder Innovationsprozess einzigartig ist, genau wie Ihr Unternehmen. Deshalb bieten wir Ihnen nicht nur eine Dienstleistung an – wir gehen eine Partnerschaft mit Ihnen ein, um die Chancen, die das Forschungszulagengesetz (FZulG) oder auch z.B. weitere (regionale) Fördermittel bieten, optimal zu nutzen. Unsere Experten bringen tiefgreifendes Know How in jedes Projekt ein und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite:

  • Persönliche Beratung: Ihr Projekt ist unser Projekt. Wir setzen uns intensiv mit Ihren Forschungs- und Entwicklungszielen auseinander, um zu verstehen, wie die Forschungszulage am besten zu Ihrem Vorhaben passt.
  • Management des Antragsprozesses: Wir nehmen Ihnen die Last des bürokratischen Aufwands ab. Von der Einreichung des Antrags bis zur Kommunikation mit den Behörden – wir sind für Sie da.
  • Unterstützung bei der Dokumentation: Wir wissen, dass die Antragsstellung komplex sein kann. Deshalb unterstützen wir Sie Schritt für Schritt bei der Zusammenstellung aller nötigen Dokumente, damit Ihr Antrag reibungslos und erfolgreich ist.
  • Optimierung Ihrer Fördermöglichkeiten: Mit unserer Methodik FI synergy sind wir nicht nur auf die FZul spezialisiert, sondern suchen nach weiteren relevanten Fördermitteln. Unser Ziel ist es, Ihre Fördermittel zu maximieren und die beste Förderstrategie für Ihr Unternehmen zu entwickeln.
  • Langfristige Unterstützung: Wir sind mehr als ein Dienstleister – wir sind Ihr langfristiger Partner. Auch nach der Antragsstellung stehen wir Ihnen bis zu 4 Jahre zur Seite, um Ihre Innovationsprojekte kontinuierlich zu unterstützen z.B. auch bei Steuerprüfungen und der Kommunikation mit Finanzämtern.

Gemeinsam mit der FI Group können Sie sicher sein, dass Ihr Weg zur Forschungszulage klar, gut betreut und auf Ihren Erfolg ausgerichtet ist.

Haben Sie weitere Fragen oder benötigen eine unverbindliche Beratung? Kontaktieren Sie uns gerne unter: 

× Wie kann ich dir helfen?